Deprecated: Function set_magic_quotes_runtime() is deprecated in D:\www\www790\phpBB3\common.php on line 106 www.CLAVIERonline.net • Thema anzeigen - Historische Claviere in der kommerziellen Neuzeit angekommen
 
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<  Aufnahmen  ~  Historische Claviere in der kommerziellen Neuzeit angekommen

BeitragVerfasst: Sa 13. Feb 2010, 16:11
MaestroMaestroRegistriert: Di 16. Jun 2009, 10:42Beiträge: 179
Hallo,

das Thema "Clavier" im Sinne des Musizierens und Einspielens von Musik auf historischen Clavieren ist momentan en vogue. Im Überangebot des Klassik-Musikkonservenmarktes ist es für viele Pianisten zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal geworden, ihre Einspielungen nicht nur historisch informiert zu gestalten, sondern auch das zu den Kompositionen historisch passende Instrument zu wählen. So freuen wir uns seit einigen Jahren über zahlreiche Pretiosen auf dem CD-Markt, die man im Allgemeinen jedoch eher als Aufnahmen für Kenner und Liebhaber einstufen würde.

Dabei scheint das Thema durchaus im Kommerzialimus der Neuzeit angekommen zu sein. Zumindest habe ich mal wieder etwas Kurioses zum Thema Clavier im Netz gefunden, das ich Euch nicht vorenthalten möchte: Der Mann, der 1976 de Senneville's unter zahllosen KlavierschülerInnen epidemisch verbreitete "Ballade pour Adrenaline... pardon... Adeline" so ergreifend einspielte, dass es Tausende von Großmüttern zu Tränen rührte, und damit wahrscheinlich nicht nur die eigene Kasse füllte, sondern auch ein konjunkturelles Hoch der Schnäuzquadrat-... ähm... Taschentuchindustrie bewirkte, dieser Mann hat doch tatsächlich 2003 eine CD auf historischen Hammerflügeln bedeutender Klavierbauer (u. a. Anton Walter, Johann Fritz, Carl Stein) eingespielt. Zu hören sind jedoch keineswegs entsprechende Musikwerke, sondern Musik vor allem japanischer Provenienz. Aber seht und hört selbst:

http://www.clayderman.co.uk/antique_pianos.htm

;)

Gruß, Clavierfan

P.S.: Bezüglich der historisch korrekten bauzeitlichen Einordnung der Claviere besteht durchaus noch Nachbesserungsbedarf. Der Fritz-Flügel kann kaum von 1800 stammen, eröffnete Fritz doch erst 1806 seine eigene Werkstatt. Auch ist das Instrument vom äußeren Erscheinungsbild her ziemlich eindeutig auf 1810 oder später, nicht aber auf 1800 zu datieren.


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