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<  Instrumenten-Galerie  ~  Mein neues italienisches Cembalo

BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 21:37
BenutzeravatarModeratorModeratorRegistriert: Di 23. Sep 2008, 22:13Beiträge: 174Wohnort: CH - Uetendorf
ich poste euch hier ein bild von meinem neuen italiener, der nun seit einer woche bei mir zuhause steht :) mirko weiss (bern) hat das instrument gebaut (nach giusti) und elisabetta lanzoni (ravenna) hat es anschliessend vergoldet...

das einzige problem, das ich jetzt damit habe, sind die ecken und kanten: bereits nach 3 transporten ist das gold an den ecken schon etwas weg... ich vermute von der reibung der decke wenn man das cembalo aufhebt und transportiert. und ich versuch alles so sanft und schonend anzufassen wie es auch nur geht... falls jemand eine gute idee hat, wie man die ecken schützen könnte, bin ich euch dankbar :)

beim diesem instrument sind beide 8-füsse einzeln schaltbar (ich habe das so gewünscht) und es gibt auch einen lautenzug. für einen italiener etwas ungewöhnlich aber in der konzertier-praxis sehr willkommen...

liebe grüsse
key
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Henry Ford
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BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 11:42
BenutzeravatarAssistentAssistentRegistriert: Di 22. Dez 2009, 16:05Beiträge: 37Wohnort: Wuppertal
Ist das ein true inner-outer oder ein false inner outer?

Wenn das eigentliche Instrument lose in dem (traumhaften!) Kasten liegt, würde ich die Anfertigung eines Flightcase aus Aluprofilen und Melaminplatten empfehlen. Dann lässt Du den Kasten eben beim Konzert zuhause.


Hier ein Link:
http://ssl.tsx-cases.de/

oder

http://www.galore-flightcase.de/

Ich erwäge das für mein Grimaldi auch (das übrigens auch schaltbare Achtfüße hat, aber keinen Lautenzug).


Gruß vom Rhein


Michael


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BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 21:33
MaestroMaestroRegistriert: Di 16. Jun 2009, 10:42Beiträge: 179
Hallo,

normalerweise sind Vergoldungen recht stabil, vorausgesetzt sie sind durchgetrocknet. Ich tippe allerdings auch auf die Reibewirkung des Stoffs der Schutzdecke. Was Du probieren kannst, ist ein dünner Überzug mit transparenten Schellack. Ich weiß von diversen Cembalobauern, die das machen, um das Gold vor Abrieb zu schützen. Ich würde aber vorher ein Probestück machen, denn der Schellack wird den Glanzgrad sicherlich verändern. Ansonsten würde ich einfach feines Seidenpapier zwischen Gold und Decke bringen, am besten aber ist der Vorschlag Michaels: den Kasten einfach schonen, was bei Berufsmusikern freilich leichter gesagt als getan ist.

Ansonsten: sehr, sehr schön.

Gruß, Clavierfan


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BeitragVerfasst: Sa 1. Mai 2010, 13:43
BenutzeravatarModeratorModeratorRegistriert: Di 23. Sep 2008, 22:13Beiträge: 174Wohnort: CH - Uetendorf
danke für eure ratschläge.

das ist ein false inner-outer...

das mit dem schellack habe ich mir auch schon überlegt... ich nehme auch an, dass es dann ganz anders wirken wird. es vorher auszuprobieren ist sicher ein guter rat... gestern hatte ich wieder ein konzert mit dem instrument und - wie könnte es anders sein - das hat schon wieder beträchtliche "spuren" hinterlassen :cry: die geschwungenen ornamente sind weniger das problem als vor allem die goldleisten ober- und unterhalb (beim transport halt sehr exponiert). d.h. bevor ich sowas machen könnte, müsste ich sicher schon etwas "ausbessern". das anbringen von blattgold scheint mir aber eine ÄUSSERST heikle angelegenheit zu sein - kennt sich jemand aus damit? ich bin handwerklich nicht ungeschickt aber dennoch frage ich mich ob ich das selber machen kann...

was ich noch vergessen habe zu sagen: das instrument ist auf ALLEN seiten bemalt (siehe anhang), also auch die hinterseite. und zwar aus dem einfach grund weil ich das cembalo zu 90% ohne deckel spiele und zwar mit dem spitz ins publikum gerichtet so dass auch die rückseite des instruments sehr gut sichtbar ist.

eine weitere besonderheit sind die scharniere: der obere teil wurde vom cembalobauer angefertigt (gegossenes messing). den unteren teil habe ich bei einer firma aus geschwärztem eisen nachmachen lassen (mit CNC-maschinen), damit elisabetta lanzoni gleich DARÜBER vergolden konnte. so stören die scharniere die ornamentation nicht und sie "verschwinden" sozusagen im hintergrund... optisch sicher einer gute lösung.

elisabetta hat die gold-verzierungen dann noch bemalt, rsp. schattiert - ab einer entfernung von ca. 2-3m gibt das einen wunderbaren 3D-effekt, wirkt sehr plastisch.

lg, key
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BeitragVerfasst: Sa 1. Mai 2010, 17:00
BenutzeravatarKennerKennerRegistriert: Fr 21. Aug 2009, 22:22Beiträge: 54
hallo vital,

erstmal Glückwunsch zu diesem sehr schönen Instrument!
Da ist es natürlich ärgerlich, wenn nur der kleinste Kratzer drankommt :cry:

Grundsätzlich wäre sicher für deinen Verwendungszweck ein echtes italienisches Instrument mit separatem Kasten geschickter gewesen: zwar kann dann das Publikum nicht eine derart schöne Gestaltung des Kastens bewundern, aber es wäre für dich leichter transportierbar gewesen und mit einem passenden Transportkasten auch ohne die Beschädigungen des Outer-Case abgegangen, weil du das einfach zuhause lässt und nur das Instrument selbst mitnimmst (insbesondere weil du - wie du schreibst - eh meistens ohne Deckel spielst).

Nachdem du jetzt ein false inner-outer hast, wäre mein Vorschlag folgender: Henk Klop baut für seinen Italiener einen genialen Transportkasten, in dem du auf zwei Ebenen das Instrument und das Untergestell sicher unterbringst.

Guckst du da:
- Klop-Homepage
- Bibliothek
- Fotographie
dort das letzte Bild.

Es sollte möglich sein das auch für dein Instrument anzufertigen und mit der entsprechenden Wattierung an den richtigen Stellen sind Transportschäden fast ausgeschlossen.

Gruß, Michael


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BeitragVerfasst: Sa 1. Mai 2010, 21:08
BenutzeravatarModeratorModeratorRegistriert: Di 23. Sep 2008, 22:13Beiträge: 174Wohnort: CH - Uetendorf
Zitat:
Grundsätzlich wäre sicher für deinen Verwendungszweck ein echtes italienisches Instrument mit separatem Kasten geschickter gewesen

hmm, rein von dem aus gesehen, was für das instrument am schonendsten wäre, ist das sicher korrekt, ja... von meinem standpunkt als berufsmusiker aus gesehen muss man es vielleicht etwas ganzheitlicher sehen: ein schön aussehendes cembalo lässt sich halt auch besser "verkaufen"... so blöd das klingen mag aber ich befinde mich als cembalist, der von seiner konzerttätigkeit lebt (oder leben muss), immer im spagat zwischen dem was ICH eigentlich machen will und dem, was die veranstalter oder das publikum haben wollen.


Zitat:
Henk Klop baut für seinen Italiener einen genialen Transportkasten, in dem du auf zwei Ebenen das Instrument und das Untergestell sicher unterbringst.

das sieht interessant aus, danke für den tip! das wird aber einiges wiegen... und mein italiener ist nicht gerade ein leichtgewicht (im vergleich zu anderen italienern). hmmm, könnte man so eine kiste nicht aus karbonfasern anfertigen lassen? :? ich werde dem mal nachgehen... das gewicht wäre sicher viel leichter, der preis aber wohl umso schwerer ;)

einen schönen abend
key / vital



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BeitragVerfasst: So 2. Mai 2010, 10:03
BenutzeravatarKennerKennerRegistriert: Fr 21. Aug 2009, 22:22Beiträge: 54
Zitat:
hmmm, könnte man so eine kiste nicht aus karbonfasern anfertigen lassen?


das ist sicher möglich...aber nur sinnvoll für den Fall, daß du ein Konzert auf dem Mond planst.
:lol: :lol: :lol:

für deine "irdischen" Bedürfnisse ist eine Kiste aus Sperrholz sicher ausreichend: die ist leicht, unempfindlich und kostengünstig!

gruß, michael


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BeitragVerfasst: So 2. Mai 2010, 10:49
BenutzeravatarModeratorModeratorRegistriert: Di 23. Sep 2008, 22:13Beiträge: 174Wohnort: CH - Uetendorf
na, vielleicht hat die NASA eine lunare konzertreihe ;)



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BeitragVerfasst: Mo 3. Mai 2010, 09:13
BenutzeravatarAssistentAssistentRegistriert: Di 22. Dez 2009, 16:05Beiträge: 37Wohnort: Wuppertal
Dachte mir, dass es ein False Inner-Outer ist.


Vergolden ist nicht schwer. Ein wenig üben, dann kann das jeder lernen.

Kurzanleitung:

12-Stunden-Mixion (Malerbedarf) dünn mit einem feinen Pinsel auf die beschädigte Stelle aufbringen, evtl vorher abkleben. Hierfür eignet sich am besten der matte Architekten-Tesafilm. ACHTUNG: Nicht auf vergoldeten Flächen abkleben, könnte mehr Schaden anrichten beim Abziehen.

Nach ca. 8 - 10 Std mal checken, wie sich die geölte Fläche anfühlt. Wenn das noch klebrig wirkt, noch etwas warten, wenn es sich gerade eben nicht mehr klebrig anfühlt, ist es richtig.

Fenster schließen.
Ein Blatt Blattgold vorsichtig auf ein Stück Leder (vielleicht mit etwas Polster dazwischen auf ein Brettchen montiert) ziehen. Mit einem geraden stumpfen Messer kleine Vierecke in geeigneten Größen abtrennen. Hierbei nicht "schneiden", sondern nur "drücken", also die stumpfe Klinge nicht durch das Gold und das Leder ziehen, sondern nur runterdrücken.

Dann einen flachen Pinsel nehmen, diesen leicht anspucken (echt) und damit ein kleines Stückchen Gold anheben, so dass es unter dem Pinsel hängt.
Dann das Gold von oben auf die geölte Fläche aufbringen und NICHT mit dem Pinsel streichen, sondern mit einem anderen, trockenen Pinsel nur leicht antupfen. Mit dem nächsten Stückchen Gold weitermachen, bis die ganze geölte Fläche von Gold glänzt. Überlappungen sind kein Problem, werden später abgekehrt. Über Nacht stehen lassen, dann den Tesa vorsichtig abziehen und die Goldreste mit dem trockenen Pinsel vorsichtig abkehren.

Vorher mal an einem Probestück üben.

Blattgold gibt es in Blöckchen zu etwa 24 Blättern von etwa 8 x 8 cm.
Beim Laden für Kunstmalerbedarf.

Wenn Du willst, kann ich Dir aber ein kleines "Reparaturkit" zuschicken. Meine Mixion ist eh immer eingetrocknet, bevor ich sie aufgebraucht habe und Blattgold hab ich genug bis zum Ende meiner Tage, da ich nicht viel damit mache.

Lass die Finger von der Oberfläche, bringen keinen Schellack auf. das ist in erster Linie Alkohol. Je nachdem, womit Deine Malerin da gezaubert hat, ist am Ende nichts mehr davon übrig!


Gruß vom Rhein

Michael


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BeitragVerfasst: Mo 3. Mai 2010, 09:23
BenutzeravatarAssistentAssistentRegistriert: Di 22. Dez 2009, 16:05Beiträge: 37Wohnort: Wuppertal
Apropos Transportschäden:

Schau Dir die Bilder meines "Schlachtross" an. So sieht das nach 20 Jahren aus.

Mein nagelneuer Grimaldi (inner-outer, kein Kasten) wurde vor Ostern von einer Fachspedition zu einem Kammermusikkurs transportiert. Als ich auf dem Schloss ankam, fand ich das Cembalo mit 21 gerissenen Saiten vor. Da muss jemand mit der Hand reingegriffen haben und hat fast alles zwischen c' und c'' platt gemacht.

Es kostete mich über vier Stunden, das Teil wieder fit zu machen.

Traurig, aber wahr.

Michael


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